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Gottesdienst, 28. 2. 21, 10.30 Uhr

Im Namen des Vaters, …

Einleitung
„Klimagerechtigkeit“ lautet die diesjährige Fastenopferkampagne von
Fastenopfer und Brot für alle. Ich habe – ganz ehrlich gesagt- den Begriff
„Klimagerechtigkeit“ vorher noch nie gehört oder bewusst
wahrgenommen. Doch dabei es geht um etwas, was wir schon seit
vielen Jahren wissen, nämlich: die am stärksten vom Klimawandel
betroffenen Länder haben am wenigsten dazu beigetragen, doch sie
leiden am meisten unter diesen Folgen. Es ist höchste Zeit, dass die
wohlhabenden Länder – vorab im Norden – dafür mehr Verantwortung
übernehmen. Dazu gehört auch die Schweiz. Jeder einzelne kann mit
seinem Verhalten Verantwortung übernehmen. Doch damit ich das kann,
brauche ich eine positive Beziehung zur Schöpfung, zu meiner Umwelt,
sie muss mir wichtig und wertvoll sein. Einen Anstoss dazu will das Lied
„alles was Odem hat, lobe den Herrn“ geben.

Alles was Odem hat
1.Alle Vöglein, die da singen
alle Häslein die da springen
alle Bienen, die da summen
alle Käfer, die da brummen
sollen in vielen Tausend weisen
Gott, der sie gemacht hat, preisen.
2.Alle Kühe auf der Weide
alle Schafe in der Heide
alle Tiere auf den Feldern
alle Rehe in den Wäldern
sollen in vielen Tausend weisen
Gott, der sie gemacht hat, preisen.
3.Alle Wasser die da fliessen
alle Blumen die da spriessen
alle Spinnlein die da weben
alle Wolken, die da schweben
sollen in vielen Tausend weisen
Gott, der sie gemacht hat, preisen.
4. An dem Himmel dort die Sterne
Und die Welten in der Ferne
Alle Menschen die da leben
Sollen Gott die Ehre geben
sollen in vielen Tausend weisen
Gott, der sie gemacht hat, preisen.

Kyrie
Herr Jesus Christus, dein göttlicher Glanz erhellt uns Leben.
Herr, erbarme dich.
Du bist Gottes geliebter Sohn, auf den wir hören sollen.
Christus, erbarme dich.
Du bist durch den Tod hindurch gegangen und von den Toten
auferstanden.
Herr, erbarme dich.
Es erbarme sich unser der gütige und barmherzige Gott.
Er schenke uns seine Vergebung und stärke uns neu für das Gute.
Amen

Tagesgebet
Gott, du bist in allem für uns.
Du hast uns so sehr geliebt,
dass du uns deinen geliebten Sohn in die Welt gesandt hast,
damit er uns ein Beispiel deiner Liebe und Zugewandtheit gebe.
Im Alltagstrott vergessen wir oft, dass du immer zu uns stehst.
Schenke uns wache Sinne, dass wir uns in dieser Fastenzeit immer
wieder auf diese, deine Zusage, besinnen.
Das erbitten wir durch Christus, unser Beispiel, für heute und alle Zeit. –
Amen.

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder!
Ist Gott für uns,
wer ist dann gegen uns?
Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont,
sondern ihn für uns alle hingegeben –
wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen?
Gott ist es, der gerecht macht.
Wer kann sie verurteilen?
Christus Jesus, der gestorben ist,
mehr noch: der auferweckt worden ist,
er sitzt zur Rechten Gottes
und tritt für uns ein.

Evangelium Aus dem heiligen Evangelium nach Markus.
In jener Zeit
nahm Jesus Petrus, Jakobus und Johannes beiseite
und führte sie auf einen hohen Berg,
aber nur sie allein.
Und er wurde vor ihnen verwandelt;
seine Kleider wurden strahlend weiß,
so weiß, wie sie auf Erden kein Bleicher machen kann.
Da erschien ihnen Elíja und mit ihm Mose
und sie redeten mit Jesus.
Petrus sagte zu Jesus: Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind.
Wir wollen drei Hütten bauen,
eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja.
Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte;
denn sie waren vor Furcht ganz benommen.
Da kam eine Wolke und überschattete sie
und es erscholl eine Stimme aus der Wolke:
Dieser ist mein geliebter Sohn;
auf ihn sollt ihr hören.
Als sie dann um sich blickten,
sahen sie auf einmal niemanden mehr bei sich außer Jesus.
Während sie den Berg hinabstiegen,
gebot er ihnen,
niemandem zu erzählen, was sie gesehen hatten,
bis der Menschensohn von den Toten auferstanden sei.
Dieses Wort beschäftigte sie
und sie fragten einander, was das sei:
von den Toten auferstehen.

Predigt
In den vergangenen Winterferien Mitte Februar war ich zusammen mit
meiner Frau auf einer Skitour auf dem Wildstrubel. Dieser Berg liegt
zwischen Leukerbad im Wallis und Adelboden im Berner Oberland und
hat eine Höhe von rund 3200 Meter. Bereits im Morgengrauen sind wir in
der Lämmerenhütte gestartet. So waren wir schon um 10 Uhr auf dem
Gipfel. Wir waren die ersten an diesem sonnigen Tag und hatten diesen
Berg für uns ganz alleine. Uns bot sich ein traumhafter Ausblick: überall
Berge, soweit das Auge reichte und wir mitten drin in diesem grandiosen
Spektakel. Weit unten konnten wir den Plaine-Morte-Gletscher erkennen.
Eine riesige, beeindruckende Eisfläche. Und mitten auf diesem riesigen
Gletscher sahen wir eine Gruppe Menschen, winzig klein, wie
Stecknadelköpfe. Dieses Gipfelerlebnis hat uns sehr beeindruckt, wir
fühlten uns in dieser Bergwelt mit seiner Grösse und Weite aufgehoben,
wir fühlten uns dem Himmel nahe, wir waren wie verzaubert. Wir hatten
diesen Gipfel ganz für uns alleine, es war ein grosses Geschenk.
Ich glaube, uns ist es auf dem Wildstrubel ähnlich ergangen wie den
Jüngern auf dem Berg im heutigen Evangelium. Auch sie waren von
diesem mystischen Gipfelerlebnis verklärt und wären am liebsten in ihrer
Glückseligkeit für immer dort geblieben. Doch dem hat sich Jesus
widersetzt. Denn das Heil der Welt findet sich nicht im Himmel, sondern
auf der Erde, in der Welt. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, wieder
vom Gipfel in das Tal hinabzusteigen, zusammen mit der Energie und
dem Licht, das man von dort oben empfangen hat. Doch dieses Erlebnis
auf dem Berg will mehr sein als ein Erlebnis, es will eine Verwandlung,
einen inneren Wandel bewirken. Nämlich, dass wir die Welt und die
Schöpfung mit anderen Augen erkennen. Doch das geschieht nicht
einfach so. Es braucht den Willen und die Anstrengung auf den Berg
steigen zu wollen und ein bewusstes Wahrnehmen, was rundherum
geschieht. So ist eine innere Verwandlung möglich, können wir die Welt
mit anderen Augen sehen.
Nach unserem eindrücklichen Gipfelerlebnis sind wir mit unseren Skiern
wieder den Berg hinuntergefahren. Doch dabei wurde mir eines
schmerzlich bewusst: Nämlich, dass dieser eindrückliche Plaine-Mort-
Gletscher und die vielen Gletscher in den Alpen bis zum Ende dieses
Jahrhunderts nicht mehr da sein werden. Sie werden einfach
weggeschmolzen sein. Unsere nachfolgenden Generationen können
sich daran nicht mehr erfreuen. Das wurde mir bei diesem Gipfelerlebnis
bewusst und das hat mich betroffen gemacht.

Und das führt mich von diesem eindrücklichen Bild der Gletscherwelt zu
einem anderen Bild, nämlich das Bild der diesjährigen
Fastenopferkampagne: zwei Menschen grillieren frohgelaunt, sie sind in
Festlaune. Doch ihre Schatten werfen rauchende und verkohlte
Baumstämme. Dieses Bild will uns nicht die Freude an einer Grillparty
vermiesen, überhaupt nicht, auch ich grilliere gerne. Doch dieses Bild will
eines sagen: Wir Menschen in den Industriestaaten im Norden leben
über unseren Verhältnissen, wir sind zu einem grossen Teil für die
Klimaerwärmung verantwortlich. Doch die Dürren und
Überschwemmungen - und damit viel Leid – passiert im Süden in den
armen Ländern. Darum sagt Fastenopfer und Brot für alle:
Klimagerechtigkeit beginnt im Norden. Die Menschen in den
wohlhabenden Ländern sind die Verursacher der Klimakrise.
Bedroht davon sind die Menschen im globalen Süden. Wollen wir
Klimagerechtigkeit erreichen, müssen wir jetzt handeln.
Konkret heisst das, dass wir uns in allen Bereichen unseres Lebens
einen gemässigten Lebensstil aneignen müssen. Wir müssen im Leben
genügsamer werden, sonst leiden immer mehr Menschen unter den
Folgen dieses Klimawandels. Dazu gehört eine Spiritualität, mit der wir
uns verwandeln lassen, wie die Jünger auf dem Berg. Eine Verwandlung
hin zu mehr Klimagerechtigkeit. Amen.

Fürbitten
Plötzlich sahen die Jünger Jesus in einem ganz anderen Licht.
Dass auch wir das, was uns in dieser Pandemie irritiert und mutlos
macht, in einem anderen Licht sehen können, bitten wir den Vater:
• Für alle, die dein Wort verkünden und darin Weisung für ihr Leben
suchen.
• Für die, die derzeit ganz konkret unter den Folgen des
Klimawandels leiden.
• Für die, die sich um Nachhaltigkeit bemühen und für jene, die noch
zögern, ihre Lebensweise zu überdenken.
• Für die, die in der Begegnung mit der Schöpfung Abstand zu ihren
Sorgen finden.
• Für die, die anderen durch ihr Beispiel Mut machen.
• Für unsere Verstorbenen, für die wir erhoffen,
dass sie deine Herrlichkeit schauen können.
Gott, unser Schöpfer, hilf uns, unser Tun nach dir auszurichten.
Dafür erbitten wir deine Hilfe und deinen Segen, jetzt und alle Tage. -
Amen.

Vater unser
Friedensgruss
Die Botschaft von Gott ist eine Botschaft des Friedens. Beten wir jeden
Tag um diesen Frieden.
Der Friede von Jesus Christus sei mit euch,…
mein Herr und mein Gott
Christus spricht:
Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben
und es in Fülle haben.

Herr, ich bin nicht würdig,
dass du eingehst unter mein Dach,
aber sprich nur ein Wort,
so wird meine Seele gesund.

Schlussgebet
Jesus Christus,
du hast die Jünger auf den Berg der Verklärung geführt,
damit sie die ganze Weite des Glaubens erkennen konnten.
Du hast ihnen gezeigt, wie strahlend das aus dir hervorleuchtet,
was du an Gottesliebe zu verkündigen hast und ihnen auch den Blick auf
die Vorbilder der vergangenen Zeit vor Augen geführt. Wir haben dir in
dieser Welt viele „Hütten“ gebaut – wir und unsere Vorfahren.
Hilf uns, dass unsere Kirchen sich füllen mit Glaubenskraft und Stärke,
damit sie den Menschen ein wahrer Ort der Gottesbegegnung werden
können. Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn. – Amen.

Schlusslied: Die Sonne hoch am Himmelszelt
1.Die Sonne hoch am Himmelszelt, alles hat Gott gemacht.
Die Sterne und die weite Welt, alles hat Gott gemacht.
Niemand ist grösser, als unser Herr und Gott.
2.Die Blumen, Vögel, jedes Tier, alles hat Gott gemacht.
Er schenkte sie zur Freude mir, alles hat Gott gemacht.
Niemand ist grösser, als unser Herr und Gott.
3.Die Wälder, Flüsse und das Meer, alles hat Gott gemacht.
Und darum loben wir ihn sehr, alles hat Gott gemacht.
Niemand ist grösser, als unser Herr und Gott.

Bitte um den Segen
Auf die Fürsprache des Hl. Bruder Klaus und aller Heiligen segne uns:
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen
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